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Entspannt durch die Weihnachtszeit: Stressfrei trotz Business & To-dos

  • Annette Schuster
  • 27. Nov. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Nov. 2025

Wenn „besinnlich“ sich nach zusätzlichem To-do anfühlt


Mal ehrlich: Wie oft hast du dir im Dezember schon vorgenommen, dieses Jahr wird’s ruhiger und dann bist du doch wieder im Weihnachtswahnsinn gelandet? Gerade wenn du dein eigenes Ding machst, fühlt sich die Vorweihnachtszeit selten nach „Stille Nacht“ an. Kund*innenprojekte, Jahresabschluss, Planungen fürs nächste Jahr, dazu noch Geschenke, Deko, Plätzchen backen (weil man das so eben so macht) … IT`S A LOT!


Ich kenn das nur zu gut. Dieses Hin- und Her zwischen „Ich will das Jahr ordentlich abschließen“ und „Ich will einfach mal kurz durchatmen und genießen“. Die Weihnachtszeit kann stressfrei(er) für dich sein, wenn du folgende Dinge anders angehst als sonst: 

Weihnachten ist kein Projekt


Wir behandeln Weihnachten oft, als wär’s ein Business-Projekt: mit Deadlines, Aufgabenlisten und Erwartungen, die kein Mensch erfüllen kann.

Du musst nicht alles machen. Frag dich ehrlich: Was davon will ich wirklich und was mach ich nur, weil man’s halt so macht?


Ich schreib mir alles auf, was mir im Kopf rumschwirrt: Geschenke, Kund*innen-Weihnachtsgrüße, Familie, Deko, whatever und dann markiere ich, was mir wirklich wichtig ist. Der Rest kommt auf die „dieses Jahr nicht“-Liste. Und weißt du was? Es ist noch nie etwas Schlimmes passiert, wenn ich etwas nicht geschafft oder vergessen habe.


Der Druck entsteht im Kopf - es sind deine eigenen Erwartungen an dich.


Prioritäten statt Perfektionismus


Zum Jahresende wollen viele Dinge „noch fertig werden“. Verständlich. Das Gefühl, alles abzuschließen, ist verlockend. Aber mal ehrlich: Nur weil das Kalenderjahr endet, heißt das nicht, dass dein Business auf Reset gedrückt wird. Alles geht genauso weiter wie bisher.


Mach dir also klar, was wirklich zählt. Schreib dir drei Dinge auf, die du bis Jahresende erledigen willst, damit du zufrieden bist und alles andere ist Bonus. Der Rest darf einfach ins neue Jahr mitziehen. Das ist kein Weltuntergang, denn das Jahresende ist keine Deadline. 


Ich arbeite dabei gern mit einer simplen Frage, die mir hilft, mich nicht zu verzetteln: „Was würde mir heute Abend das Gefühl geben, dass ich einen guten Tag hatte?“


Manchmal ist das eine abgeschlossene Aufgabe, manchmal ein ehrliches Gespräch, manchmal einfach Feierabend um 17 Uhr. Diese Frage ist wie ein Mini-Kompass: Sie holt dich raus aus dem „Ich muss noch…“-Modus und bringt dich zurück zu dem, was wirklich einen Unterschied macht - für dich, nicht für deinen Terminkalender.


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Du musst nicht alles machen. Frag dich ehrlich: Was davon will ich wirklich und was mach ich nur, weil man’s halt so macht?

Grenzen setzen - für dich und andere


Gerade in der Vorweihnachtszeit sind Grenzen Gold wert.

Viele Kund*innen wollen „noch schnell“ etwas fertigstellen oder einen Termin „vor dem Jahresende“. Wenn du da immer Ja sagst, zahlst du am Ende mit deiner Energie.


Formulier dir am besten schon jetzt deinen „Weihnachtsmodus“: Wann bist du erreichbar? Wann gehst du in den Urlaub? Wann ist wirklich Schluss?


Und dann: Kommuniziere das klar - auf deiner Website, in deiner Mail-Signatur, in deinen Social-Media-Posts. Du musst dich nicht rechtfertigen, wenn du dir Ruhe gönnst. Im Gegenteil: Es zeigt, dass du achtsam mit deiner Zeit und Energie umgehst.


Und ganz ehrlich: Die Welt dreht sich weiter, auch wenn du mal ein paar Tage nicht erreichbar bist.


Kleine Pausen, die wirklich was bringen


Ich bin keine Freundin von „mal schnell meditieren“ oder „5 Minuten Yoga im Büro“. Wenn’s stressig ist, will ich was, das einfach funktioniert.


Darum mein Tipp: Mach eine Mini-Pause. Jedes Mal, wenn du die Hand an deine Kaffeetasse legst oder den Laptop aufklappst. Bleib kurz stehen, atme einmal tief ein, heb den Blick vom Bildschirm und frag dich: Wie geht’s mir gerade wirklich? Und dann sei auch wirklich ehrlich mit dir und höre darauf, was dir dein Körper / Geist sagt.


Diese ehrliche Sekunde bringt dich zurück zu dir, zu dem, was du in dem Moment wirklich brauchst. 


Lass dein Business mit dir „atmen“


Wenn du selbstständig bist, ist dein Business ein Spiegel deiner Energie. Wenn du permanent unter Strom stehst, merkt man das: in deiner Kommunikation, in deiner Kreativität, in deiner Entscheidungsfähigkeit.

Viele reden ja vom „am Business arbeiten“ oder vom „Jahresrückblick“. Alles schön und gut, aber manchmal will man am Jahresende einfach keine Strategie, sondern nur mal kurz fühlen, was eigentlich war.


Nutze die ruhigere Zeit, um mal nicht nur am Business, sondern auch in dir zu arbeiten:

  • Was hat dir dieses Jahr richtig gutgetan?

  • Wovon willst du nächstes Jahr mehr? Und wovon weniger?

  • Wo willst du im neuen Jahr mehr Leichtigkeit reinbringen?


Ich empfehle meinen Kund*innen immer, sich zwischen den Jahren einen halben Tag dafür zu nehmen. Kein Strategieplan, keine Umsatzziele - nur ehrliches Hinschauen. 


Perfektionismus? Ab damit in den Winterschlaf.


Wir alle wollen Dinge gut machen. Aber Perfektionismus ist ein echter „Weihnachtsfreudekiller“.

Wenn du merkst, dass du in den letzten Wochen des Jahres immer strenger mit dir wirst, dann erinnere dich: Niemand erwartet, dass du alles kannst, alles gibst und alles perfekt machst, außer du selbst von dir.


Manchmal ist „gut genug“ mehr als ausreichend und der größte Liebesdienst, den du dir selbst erweisen kannst.


Wenn du also dieses Jahr keine perfekte Weihnachtskarte verschickst oder dein Jahresabschluss erst im Januar fertig ist - so what. Niemand erinnert sich daran, aber du wirst dich daran erinnern, ob du ausgebrannt oder entspannt warst. 


Mein persönlicher Gamechanger: Kleine Rituale statt große Vorsätze


Ich mag keine Vorsätze. Die klingen immer nach Druck. Was mir hilft, sind kleine Rituale, die mich runterholen.

Zum Beispiel:

  • Am letzten Arbeitstag schreib ich mir drei Dinge auf, auf die ich stolz bin.

  • Ich lösche alte Dateien, die mich nerven, oder Mails, die ich eh nie mehr lese.

  • Und ich plane mindestens einen Tag im Januar, an dem ich nicht arbeite - einfach so, ohne Grund.

Das ist mein persönliches Jahresend-Ritual. Ein bewusster Moment, um durch durchzuatmen.


Fazit: Mein Top-Tipp für eine stressfreie Weihnachtszeit


Weniger müssen, mehr wollen. Weniger planen, mehr spüren. Weniger perfekt, mehr echt.

Wenn du dieses Jahr nur eine Sache anders machst, dann: Nimm dich selbst genauso wichtig wie alles andere um dich herum.

Eine stressfreie Weihnachtszeit beginnt, wenn du dich nicht mehr durch alles durchhetzt, sondern bewusst entscheidest, was wirklich zählt.


Unsere Autorin: Annette Schuster

Hi, ich bin Annette, zertifizierte psychologische Beraterin und Coach.


Ich unterstütze selbstständige Frauen, Unternehmen und Führungskräfte dabei, die mentale Gesundheit und den beruflichen Alltag besser miteinander zu vereinbaren - mit klarer, ehrlicher Begleitung und dem Verständnis dafür, wie herausfordernd das manchmal sein kann.



 
 
 

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